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Fanatismus, Liebe und Tod Drucken E-Mail
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Dienstag, 11. Dezember 2007  - von Redaktion NordhessenNews   
Bürgermeister H.H. Boehmer und Elke Hesse Foto: Joachim DehlisBad Hersfeld. Als "Herrin der Stiftsruine" seit 2006 präsentierte Elke Hesse nun die dritte Spielzeit im kommenden Jahr in Bad Hersfeld. Bei der Vorstellung anwesend waren auch die allseits bekannten Schauspieler Jörg Pleva, Friedrich-Karl Preatorius, Jan Ammann sowie die Schauspielerin Anna Franziska Srna.
Die Regisseure Frank Alva Buecheler und Arie Zinger standen Elke Hesse bei der Präsentation zur Seite.

Bürgermeister Hartmut H. Boehmer lobte die sehr gute Zusammenarbeit zwischen der Intendanz und der Stadt Bad Hersfeld, und wünschte dem gesamten Festspielteam "Toi, Toi, Toi"!

Versammlung im Rathaus Foto: Joachim DehlisDie 58. Bad Hersfelder Festspiele stehen unter einem Motto, das ebenso aktuell wie allgemeingültig ist: Fanatismus in verschiedenen Variationen.
Großes Theater kommt selten aus ohne die großen Themen "Liebe und Tod". Auf dem Programm in der Stiftruine stehen ab dem 7. Juni 2008, Friedrich Schillers "Jungfrau von Orléans", William Shakespeares unsterbliche Liebestragödie "Romeo und Julia" und das Musical "Jekyll & Hyde".

Das religiöse Sendungsbewusstsein der Johanna in "Die Jungfrau von Orléans", die fatale Intoleranz der Fürstenhäuser Capulet und Montague in "Romeo und Julia" sowie die Hybris des Dr. Jekyll in "Jekyll & Hyde" erzählen in ihren Stücken, unter anderem, sehr viel über Fanatismus, Religiöses, gesellschaftliches und individuelles. Das Phänomen ist zeitlos, allgegenwärtig und keineswegs an geschichtliche Epochen gebunden.

Nach der Premiere der "Jungfrau von Orléans" wird es auf der Bühne in der Stiftsruine eine Gesprächsrunde mit hochrangigen Vertreten der großen Weltreligionen geben. Ein Projekt das genügend Zündstoff in sich hat. Theater als Anstoß zur Auseinandersetzung und Dialog. Man darf gespannt sein auf diesen Termin der kurz nach der Premiere stattfinden soll.

Foto: Joachim Dehlis"Mit Stolz auf das bislang erreichte zurückblicken und mit einem guten Gefühl in die neue Festspielsaison gehen und dem Zuschauer das Gefühl der Zufriedenheit geben", ist ein besonderes Anliegen von Elke Hesse.

Die große Bühne und das aus dem 11. Jahrhundert stammende Gemäuer der Stiftruine bieten stets einen unübertroffen romantischen Rahmen. Daher spielt es auch keine Rolle welche Stücke hier gespielt werden. Es ist immer wieder ein unvergessenes Theatererlebnis in der Festspielstadt Bad Hersfeld.

Am 7.Juni 2008 ist die Premiere "Die Jungfrau von Orléans" von Friedrich Schiller. Danach folgt am 11.Juni das Musical von Frank Wildhorn und Leslie Bricusse nach dem Roman "The Strange Case of Dr.Jekyll und Mr. Hyde" von Robert Louis Stevenson. Zu guter Letzt wird "Romeo und Julia" eine Tragödie von William Shakespeare am 18.Juni als Premiere aufgeführt.

Natürlich wird es auch 2008 ein Kinderstück geben. Auf dem Programm steht "Der gestiefelte Kater" nach den Gebrüdern Grimm, Text und Regie hat Michael Deckner.

In dem kleinen Freilichttheater "Schloss Eichhof" inszeniert Thomas Schendel mit den Mitgliedern des Ensembles das Stück "Minna von Barnhelm".

Arie Zinger li. und F. K. Praetorius Foto: Joachim DehlisIm Vorverkauf der seit dem 25.10. läuft sind bereits über 50 % der Karten verkauft. Auf den Besucher so Elke Hesse wartet in der 58. Spielsaison ein rundes Programm wiederum mit dem traditionellen Eröffnungskonzert. Dazu gehört auch wie schon in den vergangenen Jahren ein vielfältiges, originelles Rahmenprogramm bei dem die Bevölkerung in die Gestaltung der Festspiele mit einbezogen wird.

Über die einzelnen Theaterstücke wird Nordhessennews noch ausführlich berichten. Dazu folgen Videos schon vor den Premieren, um unsere Leser auf die allseits bekannten Festspiele einzustimmen. (jd)

Weitere Informationen rund um die Bad Hersfelder Festspiele unter:
http://www.bad-hersfelder-festspiele.de/
 
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